Splitt streuen ist fast überall erlaubt, Streusalz nicht. Viele bayerische Städte verbieten Salz auf Gehwegen ganz oder erlauben es nur an Treppen, Steigungen und bei Eisregen. Welche Regel bei Ihnen gilt, steht in der Verordnung Ihrer Gemeinde, und die Unterschiede zwischen Nachbarstädten sind groß.
Was sagt das Gesetz zum Streusalz?
In Bayern gibt Art. 51 des Straßen- und Wegegesetzes die Richtung vor: Es sollen vorrangig umweltfreundliche Streumittel verwendet werden, und Streusalz ist auf das Maß zu beschränken, das für die Verkehrssicherheit nötig ist. Was das konkret heißt, regelt jede Gemeinde in ihrer eigenen Verordnung. Deshalb kann Salz in der einen Stadt erlaubt und in der nächsten verboten sein.
Splitt streuen oder Salz: Was gilt in Ihrer Stadt?
| Stadt | Erlaubt | Streusalz |
|---|---|---|
| Regensburg | Splitt, Sand | Verboten. Ausnahme: Treppen, starke Steigungen und Eisregen, dann höchstens 25 % Auftaumittel in der Mischung. |
| Landshut | Sand, Splitt | Grundsätzlich nicht erlaubt, Ausnahmen nur bei besonderer Glätte, etwa auf Treppen. |
| Straubing | Sand, Splitt | Nur an besonderen Gefahrenstellen wie Treppen, Steilstücken und Gehwegabsenkungen oder bei Eisregen, so wenig wie nötig. |
| Deggendorf | Sand, Splitt, Salz | Erlaubt, die Menge ist auf das Nötige zu begrenzen. |
| Freising | Sand oder andere geeignete Mittel | Keine ätzenden Stoffe. |
Zwischen Regensburg und Deggendorf liegen eine Stunde Fahrt und zwei ganz verschiedene Regeln. Wer ein Haus in einer anderen Gemeinde betreut, sollte deshalb nicht einfach die Gewohnheit von zu Hause mitnehmen.
Warum ist Streusalz so oft verboten?
Weil es dort landet, wo es Schaden anrichtet. Salzwasser dringt in den Boden ein und setzt Straßenbäumen und Hecken zu. Es greift Beton, Natursteinstufen und Metall an, und es brennt an Hundepfoten. Deshalb lassen viele Städte Salz nur dort zu, wo Splitt allein nicht reicht: auf Treppen, an Steigungen und bei Eisregen.
Splitt streuen: Vor- und Nachteile
- Splitt taut nicht, sondern macht die Fläche griffig. Er wirkt sofort und auch bei starkem Frost. Im Frühjahr muss er wieder weggekehrt werden. Kehren Sie ihn trocken zusammen, können Sie ihn im nächsten Winter wieder verwenden.
- Sand wirkt ähnlich, ist feiner und wird schneller weggetragen oder in den Schnee getreten. Dann muss öfter nachgestreut werden.
- Granulate ohne Salz gibt es im Handel in vielen Varianten. Landshut empfiehlt für andere Streumittel als Sand und Splitt Produkte mit dem Umweltzeichen Blauer Engel.
Streuen ersetzt das Räumen nicht. Die Verordnungen verlangen beides: Schnee räumen und bei Glätte streuen.
Was gilt auf dem eigenen Grundstück?
Die Verordnungen der Städte regeln vor allem öffentliche Gehwege. Für Hofeinfahrten, Hauszugänge und Parkplätze auf Ihrem Grundstück gilt die allgemeine Verkehrssicherungspflicht: Wer dort Besucher, Mieter oder Kunden erwartet, muss sie sicher halten. Wann man dort räumen muss, steht im Beitrag zur Räum- und Streupflicht. Auch dort lohnt es sich, Salz sparsam einzusetzen, schon wegen der Pflanzen und Beläge.
